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Premiere: Judith

Tragödie von Friedrich Hebbel

Um ihr Volk vor dem Untergang zu retten, will die Jüdin Judith den assyrischen Feldhauptmann Holofernes betören, um dann den großen Gegner zu töten. Nach einer Liebesnacht enthauptet sie ihn. Entsetzt erkennt sie, dass der Beweggrund nicht Liebe zu ihrem Volk, sondern Rache war, weil Holofernes in ihrem Herzen die Stelle ihres Gottes eingenommen hatte.Den Dank und Jubel ihres Volkes empfindet sie als Hohn. Falls sie von Holofernes ein Kind empfangen sollte, wünscht sie sich den Tod.Im bewussten Gegensatz zu Schillers "Jungfrau von Orleans" zeigt Hebbel eine Heldin voller Zwiespälte und Zweifel. Glaube und Atheismus, Gesetz und Anarchie, Zuversicht und Hoffnungslosigkeit, Gemeinschaft und Einsiedelei, Askese und Rausch sowie innere Unsicherheit und sich selbst vergötternde Maßlosigkeit stehen sich in diesem Schauspiel gegenüber.

 

Premiere: Sa 6. März 2010

11.-13. März 2010 &

16.-19. März 2010, jeweils 19.30 Uhr

Stadttheater Fürth

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