Panic Room (panicroom1718)

Panic Room

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Uraufführung
Eine Tanztheater-Performance
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Der Panic Room ist ein ultimativer Rückzugsort. Ein Raum, der absolute Sicherheit, Überleben garantieren soll. In dem man ausharren, in sicherer Isolation abwarten, auf Rettung warten kann - im Grunde eine Festung, ein Tresor für Menschen. In verschiedensten Ausführungen bietet der Panic Room Schutz vor Terror, Gewalt, Einbrüchen, Naturkatastrophen bis hin zu biologischen oder nuklearen Angriffen. Die einfachste Variante, eine Box mit einer Öffnung, ist erweiterbar bis zur High-Tech-Festung, und die Nachfrage nach Panic Rooms als Teil des eigenen Heims steigt rasant, vor allem in den USA. Auch die Angst ist ein enger, abgeschlossener Raum, wenn man so will ein innerer Panic Room. Angst scheint zu einem vorherrschenden „Lebensgefühl der Moderne“ geworden zu sein. Diffuse und existenzielle Ängste, die Angst vor dem Fremden, vor der Zukunft, drohen unser Denken und Handeln als Individuen wie als Gesellschaft zu bestimmen. Der Panic Room ist dabei Schutzraum und Refugium, wird unweigerlich aber auch Festung, Gefängnis, ein Ort der Unfreiheit - denn Angst macht kontrollierbar, beherrschbar, handlungsunfähig. Ein hochaktuelles Bild für Individuum und Gesellschaft, angesichts einer sich rasant verändernden Welt voller Terrorgefahr, Flucht, sich erhebenden totalitären Systemen. Der Wunsch und die Suche nach absoluter Sicherheit, Rückzug und Abschottung ist scheinbar logische Konsequenz dieser um sich greifenden Angst. Aber um welchen Preis? „Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut“, sagte Perikles. Aber wo und wie finden wir Mut uns die Freiheit zu bewahren? Was brauchen wir, um mutig zu sein, mutig zu handeln? Was geschieht, wenn wir der Angst, die uns lähmt, ins Auge blicken, ihr die Stirn bieten, uns ihrem klammen Griff entziehen? Wie entscheiden wir uns letzten Endes? Einschluss in den „Panic Room“ oder sich den eigenen Ängsten stellen und den Mut finden mutig zu sein? Nach der Tanzperformance „Metropolis Now“ in der vorletzten Spielzeit macht sich ab Juni 2017 eine fünfköpfige Recherchegruppe aus Laientänzern aus dem Brückenbau auf eine Recherche-Reise, die auf den schmalen Grat zwischen Mut und Angst führt. Ab November 2017 wagen sich dann auch die Teilnehmer der Performance-Werkstatt auf diese Reise, um im Juli 2018 gemeinsam auf der Bühne in der Großen Halle des Kulturforums zu stehen.

Produktion Stadttheater Fürth-Bürgerbühne

Inszenierung, Choreografie: Yvonne Swoboda
Kostüme: Kaja Fröhlich-Buntsel
Sound/Projektion: Yvonne Swoboda

mit Teilnehmern der Recherchegruppe und der Performance-Werkstatt

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