Drei Wasserspiele
Kammeropern nach "Dreiminutenspiele" von Thornton Wilder
Musik von Detlev Glanert
Musik von Detlev Glanert
Die "Drei Wasserspiele" sind Kammeropern des Komponisten Detlev Glanert (geb. 1960), die nach den "Dreiminutenspielen" des Schriftstellers Thornton Wilder (1897 - 1975) entstanden sind, und als Koproduktion des Stadttheaters und der Hochschule für Musik Nürnberg im Kulturforum neu inszeniert werden.
Obwohl zu unterschiedlichen Zeiten komponiert, versteht Glanert die drei Werke als Ganzes. In allen Stücken der Trilogie wird Wasser zum Sinnbild einer Versuchsanordnung für eine brüchig gewordene Zivilisation, in der Fragen nach Erlösung von seelischen oder körperlichen Katastrophen gestellt werden.
Im 1986 entstandenen Renaissancemärchen "Leviathan" geht es um den Verlust der Seele. Eine Fregatte mit einem ohnmächtigen Prinzen treibt auf dem Meer. Als die Meerjungfrau Brogomede ihn findet, verlangt sie nach seiner Seele. Aber der Prinz bestreitet, dass Meerjungfrauen Seelen haben, und wähnt sich nach wie vor im Traum. Das Seeungeheuer Leviathan schleppt daraufhin den Prinzen fort.
"Der Engel, der das Wasser bewegte", 1994 komponiert, greift auf die biblische Legende des Teiches von Bethseda zurück, dem heilende Wirkung zugesprochen wird. Heilssuchende hoffen auf Erlösung im Erscheinen eines Engels.
Schließlich zeigt "Der Engel auf dem Schiff", 1995 kurz vor der Uraufführung der Trilogie in Bremen fertiggestellt, ein havariertes Schiff, das auf dem Ozean umher treibt. Drei Gestrandete erklären eine vom Sturm gerettete Galionsfigur zum neuen Gott. Mit beklemmender Komik zum Beispiel durch den Einbezug von Unterhaltungsmusik in Gebetsrituale erhält die Schiffbrüchigen-Episode einen absurden Aspekt, der als Satyrspiel gelten kann.
Detlev Glanert operiert mit drei verschiedenen Formen von Hoffnungen in Extremsituationen der menschlichen Existenz.
Obwohl zu unterschiedlichen Zeiten komponiert, versteht Glanert die drei Werke als Ganzes. In allen Stücken der Trilogie wird Wasser zum Sinnbild einer Versuchsanordnung für eine brüchig gewordene Zivilisation, in der Fragen nach Erlösung von seelischen oder körperlichen Katastrophen gestellt werden.
Im 1986 entstandenen Renaissancemärchen "Leviathan" geht es um den Verlust der Seele. Eine Fregatte mit einem ohnmächtigen Prinzen treibt auf dem Meer. Als die Meerjungfrau Brogomede ihn findet, verlangt sie nach seiner Seele. Aber der Prinz bestreitet, dass Meerjungfrauen Seelen haben, und wähnt sich nach wie vor im Traum. Das Seeungeheuer Leviathan schleppt daraufhin den Prinzen fort.
"Der Engel, der das Wasser bewegte", 1994 komponiert, greift auf die biblische Legende des Teiches von Bethseda zurück, dem heilende Wirkung zugesprochen wird. Heilssuchende hoffen auf Erlösung im Erscheinen eines Engels.
Schließlich zeigt "Der Engel auf dem Schiff", 1995 kurz vor der Uraufführung der Trilogie in Bremen fertiggestellt, ein havariertes Schiff, das auf dem Ozean umher treibt. Drei Gestrandete erklären eine vom Sturm gerettete Galionsfigur zum neuen Gott. Mit beklemmender Komik zum Beispiel durch den Einbezug von Unterhaltungsmusik in Gebetsrituale erhält die Schiffbrüchigen-Episode einen absurden Aspekt, der als Satyrspiel gelten kann.
Detlev Glanert operiert mit drei verschiedenen Formen von Hoffnungen in Extremsituationen der menschlichen Existenz.





